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"S. 459-476. Sonderdruck, klammergeheftet in Papiereinband."
Bemerkung:
"Mit Widmung des Verfassers. - Aus dem Nachlass des Altphilologen Ernst Vogt, Verantw. Schriftltr. der Zeitschriften Rheinisches Museum für Philologie (1959-1967) und Gnomon (1970-1999, ab 1975 Mitherausgeber). - Einband etwas lichtrandig, sonst ein gutes und sauberes Exemplar. - Aus dem Text: Die berühmte Abhandlung, in der R. HEINZE die Unterschiede zwischen Ovids elegischer und epischer Erzählweise darzustellen versuchte, ist lange Zeit unangefochten geblieben, und ihre Ergebnisse gelten, solange man nur auf gewisse auffallende Eigenheiten der Erzähltechnik blickt. Viel von dem, was er darüber, vom Vergleich der beiden Fassungen der Proserpinageschichte ausgehend, lehrte, bewährt sich an anderen Parallelfassungen Ovids, etwa an der Geschichte von Dädalus und Ikarus oder von Kephalus und Prokris. Um nur das Auffallendste zu nennen: auch dort läßt die elegische Erzählung die eigene Person des Dichters gerne hervortreten, während sie im Epos ganz hinter dem Bericht des Geschehens verborgen bleibt. Doch haben die römischen Elegiker, in deren Kreis Ovid ja gehört, nicht nur einen bestimmten, zum guten Teil schon von den Griechen überkommenen Schatz von Formen und Verfahrensweisen; zu ihnen gehört auch eine eigene Art, ihr Dasein zu erfahren, sie richten ihre Aufmerksamkeit auf ganz bestimmte Dinge und suchen sie dichterisch zu gestalten. Gerade das ließ sich so leicht nicht abstreifen, und es wäre eigentlich verwunderlich, wenn Ovid nicht, als er sich der neuen Gattung zuwandte, viel von der Elegie her eingebracht hätte, was außerhalb der herkömmlichen Grenzen des Epos lag und nicht nur Homer, sondern auch Apollonios Rhodios und Virgil fremd war. Wenn man darauf zu achten beginnt, wird in der Tat bald offenbar, wie nahe die Metamorphosen in vielem Ovids elegischen Werken stehen und wie beschränkt die Gültigkeit von HEINZES Ergebnissen ist. - Wikipedia: Hermann Tränkle-Schubert, geborener Tränkle (* 18. März 1930 in Augsburg; 13. Juli 2018), war ein deutscher Klassischer Philologe, der als Professor für Lateinische Philologie und Lehrstuhlinhaber an den Universitäten Münster (19631971) und Zürich (19711997) wirkte. "