Beschreibung:

8°, circa 17,3 x 10,8 cm., CC, 308 SS., mit Titelholzschnitt und einigen Vignetten. Neuerer Halblederband Graesse VI, 224. Seltene zweite Ausgabe, erstmals 1751 erschienen, hier in drei Teilen mit drei separaten Titelblättern, aber durchpaginiert. In unzähligen Varianten bietet der Autor numerierte Phrasen, die dann kombiniert und anhand der jeweiligen Nummer verschlüsselt versandt werden konnten. Das System funktioniert natürlich nur, wenn Absender und Empfänger über den Schlüssel verfügen, was auch kaufmännisch für den Verleger angenehm ist, der entsprechend empfiehlt: "Der Leser hat dahin zu sehen, daß allzeit 2. Exemplaria zusammen genommen werden müssen: weil solche zur Unterhaltung des Briefwechsels unentbehrlich sind". - Das Angebot umfasst sowohl lateinsche, wie auch deutsche Sätze. Der dritte Teil gibt eine Geomantie mit Einführung und dann Hunderten von numerierten Wörtern, die gelost werden können. - Am interessantesten ist hier wohl die längere Einleitung, in der Melchias Uken (ein weiter kaum bekannter Österreicher offenbar) eine Einführung in die Geschichte und Systeme der Geheimschriften bietet.

Bemerkung:

- Papierbedingt gebräunt, meist nur wenig fleckig, nur teils im Innenbug etwas stärker, insgesamt jedoch gut erhalten.